Kirchenverwaltung Laimering

Mitglieder

Für die Wahlperiode 2019 bis 2024 wurden gewählt:

Klitzing Oliver (Kirchenpfleger)
Fiehl Peter
Rohrmoser Joseef jun.
Sandmair Hubert

Was ist die Kirchenverwaltung?

Die Kirchengemeinden, die jeweils Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, bilden gleichzeitig je für sich einen gemeindlichen kirchlichen Steuerverband.
Die Kirchenverwaltung (KV) ist ein Organ des gemeindlichen kirchlichen Steuerverbandes.

Aufgaben der Kirchenverwaltung:

1. Erhebung und Verwaltung des Kirchengeldes

2. Antragsstellung bei Erhebung eines gestaffelten Kirchengeldes

3. Bestimmung der Fälligkeit des Kirchengeldes

4. Aufstellung, Beratung und Beschlußfassung des Haushaltsplanes des gemeindlichen kirchlichen Steuerverbandes

5. Anerkennung der Jahresrechnung des gemeindlichen kirchlichen Steuerverbandes

6. Bestellung und Entsendung eines Mitglieds in die Gesamtkirchenverwaltung

7. Bestellung und Entsendung eines für die Wahl der weltlichen Vertreter des Diözesansteuerausschusses

8. gewissenhafte Verwaltung des örtlichen Kirchengemeindevermögens, insbesondere bestehender kirchlicher Friedhöfe.

Detailinformationen über weitere Themen zur Kirchenverwaltung sind in der „Ordnung für kirchliche Stiftungen“ unter II. Satzung für die gemeindlichen kirchlichen Steuerverbände in den bayer. (Erz-)Diözesen (GStVS) Zweiter Abschnitt niedergelegt.

Pfarrgemeinderat Laimering

Mitglieder

Monika Messner (Vorsitzende)
Claudia Ankner
Katharina Ankner
Andrea Asum
Christine Asum
Sonja Römmelt
Christine Rohrmoser
Franziska Tomasini

Was ist der Pfarrgemeiderat?

1. Der Pfarrgemeinderat ist laut Satzung der Diözese Augsburg in sinngemäßer Anwendung des Dekretes über die Hirtenaufgabe der Bischöfe der vom Bischof eingesetzte Pastoralrat der Gemeinde und das vom Bischof anerkannte Organ im Sinne des Konzildekretes über das Apostolat der Laien zur Koordinierung des Laienapostolates in der Pfarrgemeinde und zur Förderung der apostolischen Tätigkeit der Gemeinde.

2. In jeder Pfarrei ist ein Pfarrgemeinderat zu errichten. Ausnahmeregelungen in vikarierten kleineren Gemeinden bedürfen der Zustimmung des Bischofs.

3. Die Amtszeit beträgt vier Jahre

Aufgaben

Der Pfarrgemeindrat dient dem Aufbau einer lebendigen Gemeinde durch die Verwirklichung des Heils- und Weltauftrags der Kirche. Als Pastoralrat berät und unterstützt er den Pfarrer in seinen Aufgaben, als Organ des Laienapostolats wird er, ohne in die Eigenständigkeit der Gruppen und Verbände in der Pfarrgemeinde einzugreifen, in eigener Verantwortung tätig.

Detais sind in den § 1 bis 11 der Satzung für die Pfarrgemeinderäte in der Diözese Augsburg niedergelegt.

Sitzungen des Pfarrgemeinderates:
Die Sitzungen des Pfarrgemeinderates sind öffentlich (ausgenommen bei der Behandlung von Personalfragen).

Die Sitzungstermine werden in Abstimmung mit den Mitgliedern festgelegt. Es finden jedoch mindestens vier Sitzungen pro Kalenderjahr statt.
Zu außergewöhnlichen Anlässen können zusätzliche Treffen vereinbart werden.

Die Sitzungstermine und die dazugehörige Agenda werden an den Pfarrkirchen veröffentlicht.

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Kirche St. Georg, Laimering

Die Pfarrkirche St. Georg in Laimering

Geschichte:

Seit wann Laimering schon Pfarrei ist, ist leider nicht genau bekannt. Ende des 12. Jahrhunderts wird über eine Schenkung von Laimering durch Pfalzgraf Otto von Wittelsbach an das Kloster St. Ulrich und Afra berichtet. In einer Notarsurkunde vom 28. März 1455 wird der Priester Ulrich Hammerstetter als Pfarrer zu Laymeringen genannt.

Ab diesem Zeitpunkt sind die Reihe der Priester, die in Laimering wirkten bis auf den heutigen Tag bekannt. In einem Steuerbuch von 1671 findet man den Namen der Kirche mit St. Georg angegeben. Da der Hl. Georg Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts als der Patron der Ritter und auch Bauern verehrt wurde, kann man davon Ausgehen, dass die Kirchengründung in diesen Zeitraum zu suchen ist. Mann kann davon ausgehen, dass das damalige Gotteshaus im gotischen Stil errichtet war.

Das Gotteshaus in der heutigen Form wurde im 18. Jahrhundert errichtet. In den Diözesanaufzeichnungen wird die Weihe der Kirche am 20. Juni 1790 durch Weihbischof J. Nep. Freiherr von Angelter, Bischof von Pellr genannt. Ca. 100 Jahre später, 1895, wurde die Kirche erweitert und renoviert. Man kann davon ausgehen, dass zum damaligen Zeitpunkt die letzten gotischen Bildwerke verkauft und auch der größte Teil der spätbarocken Ausstattung beseitigt wurden. Das Gotteshaus wurde damals im Nazarenerstil umgebaut und ausgestattet.

Eine weitere umfassende Renovierung wurde im Jahre 1971 in die Wege geleitet. So wurde unter anderem der Boden ausgehoben, die Mauern abgeschnitten und isoliert, die Wände neu verputzt und die lang ersehnte elektrische Kirchenheizung eingebaut. Die Sakristei und das Vorhaus sind bei den Renovierungsarbeiten eingestürzt und mussten neu aufgebaut werden. Der Turm wurde an seinen Fundamenten verstärkt und ausgegossen. Der Verputz wurde eben falls erneuert und die Gesimsprofile nach alten Mustern neu aufgezogen.

Bei der Restaurierung der Decke des Kirchenschiffes kam ein barockes Fresko zu Tage, welches die Versuchung und Verurteilung des Hl. Georgs darstellt. In der Hohlkehle des Schiffes kamen vier Priesterbilder sowie zwei Medaillons mit musizierenden Engeln zum Vorschein.

Von Nordendorf konnten sehr schöne spätbarocke Altäre erworben werden.

Bach allen Renovierungsarbeiten konnten mit dem Besuch von Bischof Dr. Josef Stimpfle am 16. Juli 1972 die Gottesdienste wieder aufgenommen werden.

Die letzten Renovierungsarbeiten im Innenraum der Kirche begannen im Mai 2003. So mußte der Holzwurm begast werden, Risse und Schlitze in der Raumschale verschlossen und lockere Putzflächen abgenommen und ersetzt werden. Im Dachraum wurde eine Holzschutzbehandlung vorgenommen und verschiedene Reparaturarbeiten an der Elektrik und an der Heizung durchgeführt. Für den Besucher heute zeigt sich, daß umfangreiche Reinigungsarbeiten an den verrusten Altären und an Wänden durchgeführt wurden.

Größeren Renovierungsarbeiten wurde auch an der Orgel 2003 vorgenommen. Am 3. Oktober 2004 feierte schlußendlich die gesamte Gemeinde zum Abschluß der umfangreichen Arbeiten ein gelungenes Fest, welches von einem Festgottesdienst unter Leitung des Weihbischofs Josef Grünwald gekrönt wurde.

Eine kleine Führung durch das Gotteshaus:

Vom Westen her betritt man durch einen 3-türigen Vorbau die einschiffige Kirche. Hohe Fenster sorgen für viel Licht sowohl im Chorraum als auch im gesamten Kirchenschiff. Drei Altäre schmücken das Gotteshaus. Der Chorraum ist durch einen flachen Bogen vom Langhaus getrennt.

Den Chorraum schmückt der barocke Hochaltar und der Volksaltar. Das Altarbild stellt den Apostel Jakobus d.Ä. dar.

Darstellungen des Hl. Nepomuk und des Hl. Franz-Xaver schmücken mit der Hl. Anna (Selbdritt) und dem Hl. Joachim die Chorraumwände und den Hochaltar.

Hl. Nepomuk – Hl. Anna (Seibdritt) – Hl. Joachim – Hl. Franz-Xaver

An den nördlichen und südlichen Außenwänden des Chorraums sind jeweils 2 Reliquienschreine angebracht. Links und rechts davon hängen Bilder von Kirchenlehrern.

Dieses sind an der Nordseite des Chorraums:

Hl. Hieronymus – linkes Reliquar – Hl. Gregorius

und an der Südwand sind dies:

Am Übergang des Langhauses in den Chorraum sind die beiden barocken Seitenaltäre untergebracht.
Die Altarbilder stellen am linken Seitenaltar den sterbenden Josef begleitet von Jesus und seiner Mutter Maria dar. Das Medaillon im oberen Teil des Altares stellt den Hl. Sebastian dar.
Das Altarblatt des rechten Seitenaltars ist der Hl. Barbara gewidmet. Das Medaillon im oberen Teil des Altars stellt den Hl. Nepomuk dar.

Linker Seitenaltar – Rechter Seitenaltar

Links vom rechten Seitenaltar ist eine Mutter Gottes Statue hingestellt.
Der vor dem Altar „abgestellte“ Taufbrunnen kann zur Taufe in die Mitte des Kirchenraumes verschoben werden.

Maria, die unbefleckt Empfangene – Taufbrunnen

Die südliche Außenwand des Kirchenschiffes zieren die unten aufgeführten Darstellungen.

Hl. Sebastian – Missionskreuz – Hl. Bruder Konrad – Muttergottes mit Kind

Beim Blick vom Hochaltar in das Gotteshaus beeindrucken die drei Bildgruppen auf der Balustrade der Empore. Es sind die die Darstellung von 12 Aposteln in folgender Reihenfolge:

Empore mit Darstellung der 12 Apostel

Mittlere Darstellung (von links nach rechts): Johannes, Petrus, Paulus und Andreas:
Linke Darstellung (von links nach rechts): Bartholomäus, Judas Thadäus, Philippus und Mathias.
Christus, der Auferstandene – Hl. Georg – Johannes der Täufer – Hl. Krescentia

In die nördliche Außenwand eingelassen findet man eine Diarahma des Ölbergleidens Christi.

Über dem Volksaltar ist der Hl. Geist in Form einer Taube dargestellt.
Am Übergang vom Kirchenschiff zum Chorraum ist ein Schallloch in der Decke eingebracht, welches mit dem Kreuz und den Leidenswerkzeugen Christi verschlossen ist.

Hl. Geist – Schallloch im Kirchenschiff

Das barocke Deckenfresko im Schiff wurde ebenfalls bei den letzten Renovierungsarbeiten unter einem Ölgemälde aus dem Jahre 1895 entdeckt und freigelegt. Es stellt die Versuchung und Verurteilung des Hl. Georg dar.

Deckenfresko im Kirchenschiff:

S. Ignotus – S. Kunibald – Engel mit Pauken

An der Nordseite:

S. Ivo – S. Gisilarius – Engel mit Posaunen

Unter der Empore – gleich links nach dem Eingang – bittet der Hl. Antonius mit dem Jesuskind am Arm um eine milde Gabe.

In der Rückwand des Kirchenschiffes eingelassen findet man eine Steintafel mit Daten über die von 1472 bis heute in Laimering amtierender Priester.

Hl. Antonius mit dem Jesuskind – Amtierende Priester seit 1455

Mit diesen beispielhaft aufgeführten Bildern möchten wir Ihnen einen Eindruck vermitteln, der für Sie einen Besuch unseres Gotteshauses wertvoll erscheinen lässt.