Pfarrkirche Mariä Verkündigung, Taiting

Pfarrkirche von Nordwesten

Anschrift der Kirche
Marienstr. 7
86453 Dasing OT Taiting

Öffnung
Die Kirche ist nur zu den Gottesdiensten geöffnet. Auf Anfrage öffnet die Mesnerin gerne das Gotteshaus auch außerhalb dieser Zeiten.

Die Ortschaft Taiting
Geschichtliches ist über den Ort Taiting aus alter Zeit nur wenig bekannt. Der Name deutet jedoch auf eine alemannische Siedlung und damit auf eine zwölfhundertjährige Geschichte hin.
Im bayrischen Salbuch von 1280 ist zu finden, dass die Vogtei über das Kirchengut Taiting von der Grafschaft der Wittelsbacher herführend, dem Herzog zustand. Im Besitz des Kirchenpatronats befand sich, soweit die Nachrichten zurückreichen, das Benediktinerinnenkloster Hohenwart. Wann und wie dieses erworben wurde ist nicht bekannt. Im Jahre 1316 ging das Patronatsrecht durch Tausch auf das Domkapitel Augsburg über.
Während des 30-jährigen Krieges wurde Taiting schwer heimgesucht. So starben im Schwedenkrieg von 1632 bis 1633 ein Drittel der Einwohner an der sogenannten Ungarischen Pest.

Baugeschichte
Das Turmviereck stammt aus der Zeit der Gotik. Auf ihm sitzt heute ein neuer Achteckbau mit Kuppel. Im spanischen Erbfolgekrieg brannte 1704 die Pfarrkirche nieder. Die Neubauarbeiten erstreckten sich von 1712 bis ca. 1718. Die Seitenaltäre und die Kanzel stammen aus dieser Zeit. 1747 wurde die neu erstandene Kirche durch den Bischof von Augsburg geweiht. Der Hochaltar wird auf 1770 datiert. Die Freskierung des Innenraumes durch Johann Baptist Anwander von Augsburg erfolgte im Jahre 1797. 1893 wurde an der Kirche von Leonhard Thoma eine Restaurierung durchgeführt. Eine weitere Restaurierung des Gotteshauses fand in den Jahren 1942/43 von drei Münchner Malern statt.

(Quellen: Stephan Menzinger/Bitzenhofen)

Blick von der Empore in den Chorraum

Beschreibung des Kirchenraums
Die Kirche ist als Hallenkirche mit ebener Decke und mit anschließendem halbrunem Chorraum ausgeführt. Das Altarbild stellt die Verkündigung Mariens dar. Der linke Seitenaltar ist dem hl. Johannes Nepomuk, der rechte Seitenaltar dem heiligen Sebastian gewidmet.  Das Deckenfresko im Kirchenschiff zeigt die Geburt Christi, darum herum sind in vier Medaillons die Kirchenväter (Gregor d. Gr., Ambrosius, Augustinus und Hieronymus) dargestellt. Das Fresko im Chorraum hat den Besuch Marias bei Elisabeth (Mariä Heimsuchung) zum Thema. Es wird von vier Engelsdarstellungen, die Sakramente symbolisieren, umrahmt. Die nördliche und südliche Chorwand sind ebenfalls mit Fresken verziert, sie stellen die Darbringung des Jesuskindes im Tempel bzw. den 12-jährigen Jesus im Tempel lehrend dar. Zusammen mit dem Hochaltarbild ergeben sich die fünf Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes.
Das Patrozinium der Kirche ist am 25. März (Mariä Verkündigung).

Die Fresken im Kirchenschiff und im Chorraum

Der Hauptaltar

Der Nepomuk-Altar (linker Seitenaltar)

Der Sebastian-Altar (rechter Seitenaltar)

Kanzel

Weitere Fresken: Kirchenväter und Sakramente

Weitere Figuren und Einrichtungsgegenstände

Florian Kolbinger, 1.9.2019